Leben in Köln

Queer-TV geht an den Start

Redaktion · 25.08.2020

Bildschirmfoto von der Webseite: www.queertv.ihaus.org

Bildschirmfoto von der Webseite: www.queertv.ihaus.org

Projekt will für die weltweite Diskriminierung sexuell anders orientierter Menschen sensibilisieren.

Dass Menschen weltweit wegen ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlicher Identität diskriminiert werden, ist weitgehend bekannt: Besonders Mitglieder der sogenannten „LSBTI-Szene“ - Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen- werden oft Opfer solcher Diskriminierungen.

Das Projekt  „Queer-TV“ will zum Dialog anregen - nicht nur innerhalb der jeweiligen Gemeinschaft - sondern auch in einer breiten Öffentlichkeit – denn das schafft mehr Verständnis füreinander. Interviews, Reportagen, Diskussionsrunden und Shows lassen die Opfer von Diskriminierung direkt zu Wort kommen. Sie berichten über ihre Erfahrung mit Mehrfachdiskriminierung.

Außerdem will das Projekt dazu ermutigen, sich mit den eigenen Vorurteilen und Bildern im Kopf auseinanderzusetzen und sich für mehr Sichtbarkeit und Akzeptanz einzusetzen.

Kontaktbeschränkungen verschärfen das Problem

Weil Begegnungsorte für Gleichgesinnte immer auch Schutzräume sind, sind sie für viele LSBTI-Menschen von großer Bedeutung. Wegen der allgemeinen Kontaktbeschränkungen sind diese Orte größtenteils nicht zugänglich.

Elizaveta Khan, Leiterin des Integrationshauses e.V. erklärt, dass sich die Konflikte für LSBTI dadurch verschärft haben. Viele könnten ihre häusliche und familiäre Umgebung nicht mehr verlassen und müssten ihre sexuelle Orientierung oder geschlechtliche Identität verstecken.

Umso tragischer sei die Situation auch für schwarze und indigene Menschen - "Black and People of Color (BPoC)" und Menschen mit Migrationsgeschichte. Der Grund sei, dass ihre Bewegungsräume durch familiäre Bindungen und sprachliche Barrieren noch einmal stärker eingeschränkt würden.

Auch Oberbürgermeisterin Henriette Reker unterstützt das Projekt. Sie sieht darin "Ein Instrument zur Stärkung der eigenen Persönlichkeit und zum Austausch mit anderen."

Queer TV finden Sie auf der Webseite: https://queertv.ihaus.org/

 


In einem freien Land entscheidet jeder selbst, wie er leben möchte.“ Video-Ansprache von Serap Güler -Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen

 

Tags: Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transgender und intergeschlechtliche Menschen , Migration

Kategorien: Leben in Köln