Leben in Köln

Kölner Köpfe – Günter Wieneke

Lydia Schneider-Benjamin · 31.01.2022

Foto: privat

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Wenn es um Großveranstaltungen in der Stadt geht, laufen alle Fäden bei ihm zusammen. Doch wer ist Günter Wieneke, der Leiter der Stabsstelle Events der Stadt Köln?

Herr Wieneke, wie sind Sie zur Stadt Köln gekommen?

Ich war nach meinem Studium der Wirtschaftsgeographie und Volkswirtschaftslehre in Münster zunächst drei Jahre im Hochschulbereich tätig. 1985 bekam ich aufgrund von Fachveröffentlichungen zwei Stellen in Köln angeboten: eine in der Versicherungswirtschaft, eine andere im Statistischen Amt der Stadt Köln. Ich entschied mich für die Stadt Köln, da ich mir dort ein interessanteres Tätigkeitsspektrum erhoffte.

Doch dann ging es in eine andere Richtung weiter?

1989 wechselte ich in das Büro des damaligen Oberbürgermeisters Norbert Burger. Zunächst als Fachreferent, später als stellvertretender Büroleiter, zuständig für die Bereiche Medien, Wirtschaft, Technologie und Regionales, lernte ich gerade während dieser Zeit Köln in seiner besonderen Vielfalt kennen. 1993 dann der Wechsel zur „Stabsstelle Events“. Da die Medien- und Kulturszene zu dieser Zeit in Köln besonders brummte, bedurfte es in vielerlei Hinsicht dringend einer städtischen Koordinierung. Und dieses gilt bis heute.

Was war denn Ihr absoluter Höhepunkt während dieser Jahre als Stabsstellenleiter?

Schwer zu sagen, es lassen sich viele Höhepunkte nennen: das von der Stabsstelle gleich zu Beginn initiierte Ringfest, das sich in den Folgejahren im Verbund mit der Musikmesse „popkomm“ zu einer der größten überregionalen Musikveranstaltungen entwickelte, der G8-Gipfel, das Unicef-Jahr, der Weltjugendtag, der Evangelische Kirchentag oder das Kulturfest „Birlikte“. Als Leiter des städtischen Koordinierungsstabes war man bei all diesen Großereignissen stets mittendrin, erlebte dabei Außergewöhnliches und begegnete vielen interessanten Persönlichkeiten. Aber ich möchte auch nicht die zahlreichen Begegnungen und schönen Erlebnisse bei den vielen kleineren, von der Stabsstelle organisierten Projekten missen.

Sie haben ein Leben für Events geführt, wie Sie selber sagen. Da hat der Lockdown Sie sicher besonders berührt?

Sicherlich. Doch nach der anfänglichen Schockstarre haben wir mit zahlreichen kleineren Veranstaltungsformaten versucht, das kulturelle Leben aufrechtzuerhalten. Allein in diesem Jahr haben wir 80 Veranstaltungen organisiert, die mehr als 500 Künstlerinnen und Künstlern eine Auftrittsmöglichkeit boten. Und diese Aufgabe ist es auch durchaus wert, meinen zu Beginn des Jahres 2021 möglichen Wechsel ins Rentnerdasein noch etwas zurückzustellen.

Das Gespräch führte Lydia Schneider-Benjamin.

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