Ratgeber

Infos ruckzuck - per QR-Code

Susanne Neumann · 17.11.2020

Unter Corona groß in Mode gekommen: der QR-Code, der die Speisekarte auf dem Smartphone aufruft. Sehr hygienisch und sicher, und dabei immer tagesaktuell. Foto: Martina Dammrat

Unter Corona groß in Mode gekommen: der QR-Code, der die Speisekarte auf dem Smartphone aufruft. Sehr hygienisch und sicher, und dabei immer tagesaktuell. Foto: Martina Dammrat

Haben Sie sich schon mal gefragt, was diese quadratischen Codes aus Kästchen und gerasterten Mustern eigentlich bedeuten? Erfahren Sie, wie Sie einen QR Code mit dem Smartphone lesen können.

Wenn Sie erstmal darauf achten, entdecken Sie sie überall: Die quadratischen QR-Codes – „Quick Response Code“ steht für schneller Reaktionscode – sind auf Hinweisschildern und Plakaten gedruckt, sie kleben in Schaufenstern und auf Restauranttischen. Auch auf offiziellen Informationstafeln kann man sie in der Stadt finden.

Gemacht sind diese Codes für Smartphones: Mit der Kamera und der passenden App können sie gelesen werden. Meistens sind es verschlüsselte Links zu Internetseiten mit zusätzlichen oder weiterführenden Informationen oder Dienstleistungen: zur Homepage eines Geschäfts oder eines Konzertveranstalters zum Beispiel, zu einer interaktiven Stadtkarte oder – praktisch, seit Corona die Welt in Atem hält – zur Speisekarte eines Restaurants.

QR-Code überträgt die Daten schneller

Ist Ihr Smartphone online, können Sie so eine Internetadresse mit Hilfe des Codes direkt vor Ort und blitzschnell aufrufen. Die Handykamera dient dabei als Scanner. Sie müssen also weder erst Google bemühen, um eine bestimmte Homepage zu finden, noch mühsam per Hand eine lange Adresse auf Ihrem Handy eintippen. Die Browser-App auf Ihrem Handy wird aktiviert, also das Programm, mit dem Sie auf dem Smartphone auf das Internet zugreifen.

Ein QR-Code kann aber zum Beispiel auch eine SMS vorbereiten oder eine E-Mail. Es gibt auch Arten von QR-Codes, für die Sie nicht einmal online sein müssen, um sie zu nutzen: QR-Codes, die die Übertragung von Kontaktdaten in die Kontakte-App Ihres Smartphones veranlassen zum Beispiel. QR Codes auf Visitenkärtchen ersparen dem, der sie bekommen hat, Namen, Telefonnummern oder Adressen von Hand ins Adressbuch auf dem Handy zuübertragen, das veranlasst der QR-Code, wenn man ihn scannt.

Testen Sie: App schon vorhanden?

Je nach Modell und Betriebssystem Ihres Smartphonesbringt das Kamera-Programm, also die „App“, mit der Sie die Handykamera bedienen, die Lese-Funktion schon mit. Das ist bei allen iPhones mit dem Betriebssystem iOS 11 oder höher der Fall.

Haben Sie ein Android-Handy, probieren Sie einfach aus, ob es schon QR-Codes entschlüsseln kann: Öffnen Sie die Kamera-Funktion Ihres Handys und richten Sie die Kameralinse auf einen QR-Code, sodass er im Displaykomplett zu sehen ist. Wenn das Quadrat erfasst wird und ein Hinweis auf den Inhalt des QR-Codes erscheint, ist Ihre Kamera bereits auch ein QR-Code-Scanner und Sie benötigen keine separate App zum Auslesen. Sollte es nicht auf Anhieb klappen, schauen Sie in den Einstellungen nach, ob Sie vielleicht das Scannen von QR-Codes explizit erlauben müssen.

Was tun, wenn es nicht automatisch geht?

In diesem Fall müssen Sie eine spezielle Auslese-Appauf Ihrem Smartphone installieren, nämlich einen QR-Code-Scanner oder -„Reader“. Es gibt über 250 meist kostenlose Anwendungen, die Sie in den App-Stores von Google und Apple finden können. Vor der Installation lohnt es sich, in einschlägigen Foren wie etwa heise.de oder chip.de nachzulesen, welche die beste für Ihre Zwecke ist.

Die Installation selber ist dann kinderleicht: die ausgewählte App anklicken und die Installation bestätigen. Achtung, Betrüger unterwegs! Achten Sie immer darauf, dass die App Ihnen zunächst einen Hinweis darauf gibt, mit welcher Anwendung der QR-Code verknüpft ist, bevor sie ausgeführt wird, also zum Beispiel, welche Webseite im Browser geöffnet werden soll.

Vorsicht vor Schadsoftware

Sie sehen einem QR-Code ja vorher nicht an, was er bewirkt, wenn Sie ihn scannen. Cyberkriminelle können manipulierte QR-Codes verbreiten, die auf betrügerische Webseiten weiterleiten, auf denen sie dann Ihre Daten ausspähen oder über die Sie unbemerkt Schadsoftware installieren.

Es kommt sogar vor, dass Betrüger seriöse QR-Codes mit manipulierten überkleben. Schauen Sie sich einen Code also immer genau an, bevor Sie ihn scannen, und öffnen Sie am besten erst gar keine QR-Codes, die Sie in dubiosen Quellen finden.

Informationen zum QR-Code-Scan

Die drei großen Quadrate in den Ecken links und rechts oben sowie links unten sind Orientierungspunkte für denScanner, sie zeigen die Ausrichtung des Quadrats an.

Im App-Store von Apple und im Google Play Store finden Sie eine Vielzahl von QR-Code-Scannern oder -Readern, viele davon können auch gleichzeitig Barcodes lesen. Die kostenlosen Versionen reichen für den normalen Gebrauch aus und sind meistens einfach zu bedienen.

Viele enthalten allerdings Werbung. Wie der QR-Code-Scanner von TinyLab zum Beispiel, den die Autorin des Beitrags nutzt. Die Werbung ist hier allerdings sehr dezent und stört kaum. Häufig wird der Kaspersky QR Scanner empfohlen, der damit wirbt, Sie vor gefälschten und gefährlichen Codes zu schützen.

Apps, Smartphone und Co - Medien finden Sie spannend? Dann sollte Sie das sehr interessieren:

Die nutriCARD-App - die App-Empfehlung der Redaktion. Lesen Sie über den Mobilen Ernährungsberater.
Das Handy hilft beim Einkaufen – mit der App CodeCheck: Was ist drin in der Kosmetik?
Wer gern tiefer in das Thema Sicherheit im Internet eintauchen will, liest: Sicher online mit silver-tipps.de.

Tags: Apps , Smartphone

Kategorien: Ratgeber , Nützliche Apps