Ratgeber

"Stopp" dem Diebstahl!

Martina Dammrat · 16.09.2021

Foto: Weißer Ring e. V.; whyframeshot / stock.adobe.com

Foto: Weißer Ring e. V.; whyframeshot / stock.adobe.com

Schamlos nutzen Diebe im Krankenhaus die Hilfsbedürftigkeit und das Vertrauen der Patienten aus. Lesen Sie 6 Tipps, die helfen Ihr Eigentum zu schützen.

Krankenhäuser sind für Diebe besonders „lukrativ“, denn alle Türen stehen ihnen offen und sie fallen zwischen den Besuchern nicht auf. Abgesehen haben sie es nicht nur auf Bargeld und Bankkarten, Uhren und Schmuck, sondern auch auf Handys, Hörgeräte und Brillen. Daher ist nichts, was unverschlossen aufbewahrt wird oder gar offen herumliegt, vor ihnen sicher.

Und selbst vor schlafenden oder noch unter Narkose stehenden Patienten machen sie nicht halt. Geradezu eine Einladung aber ist eine offene Tür zu einem Zimmer, in dem sich gerade kein Patient aufhält. Wenn dann noch der Schrankschlüssel steckt und der Schlüssel für den Safe im Nachttisch liegt, haben Langfinger leichtes Spiel.

Manche Diebe geben sich als Personal aus, stehen im Kittel vor einem und verbreiten eine gewisse Hektik: „Ich soll Sie sofort zum Röntgen bringen, ich nehme Ihnen schon mal die Ringe ab.“ Oder auch: „Gleich geht’s zum Ultraschall, ich soll Ihre Wertsachen unterdessen verwahren.“ Da fühlt man sich schnell überrumpelt.

Andere geben sich als Bekannter des Bettnachbarn aus, gehen gezielt an den Nachttisch des leeren Bettes oder fragen den Mitpatienten nach dem Aufbewahrungsort: „Wir müssen in der Cafeteria bezahlen, haben aber nicht genug Geld dabei. Ich soll gerade das Portemonnaie holen.“ Das kann sehr glaubwürdig vorgetragen werden – zumal wenn an Tür oder Bett der Name des Patienten steht. Und ist der Name bekannt, ist es für Diebe oft ein Leichtes, die Adresse des Patienten herauszufinden. Dann können sie mit einem entwendeten Schlüsselbund seelenruhig die Wohnung plündern.

So schützen Sie Ihr Eigentum im Krankenhaus:

  • Lassen Sie größere Geldbeträge, Scheckkarten oder Schmuck, am besten auch Ihre Handtasche, zu Hause! Schließen Sie Geldbeutel und Mobiltelefon immer in Ihren Schranksafe ein, wenn Sie schlafen oder für Untersuchungen oder eine Operation das Zimmer verlassen.
  • Verwahren Sie den Schlüssel Ihres Schließfaches nicht im Nachttisch. Können Sie ihn nicht mit sich nehmen, vertrauen Sie ihn jemandem vom Personal an, den Sie kennen.
  • Schließen Sie immer die Türe – auch bei kurzfristiger Abwesenheit.
  • Achten Sie auch auf abgestellte Handtaschen oder abgelegte Garderobe Ihrer Mitpatienten oder Ihrer Besucher.
  • Sprechen Sie fremde Personen in Ihrem Patientenzimmer an und/oder informieren Sie das Pflegepersonal.
  • Wenn es doch passiert ist: Suchen Sie nicht die Schuld bei sich! Melden Sie den Diebstahl immer dem Krankenhaus und erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei!

Tags: Diebstahl , Prävention

Kategorien: Ratgeber