Stolpersteine im Belgischen Viertel

Freitag, 19.07.2019, 19-21 Uhr

Achtzehn jüdische Familien gründeten 1801 die erste Kölner Gemeinde der Neuzeit. 1861 wird die konservative Synagoge in der Glockengasse eingeweiht, 1884 die orthodoxe Synagoge in der St- Apern-Str., und 1899 die liberale Synagoge in der Roonstraße. Der Künstler Gunter Demnig hat im Belgischen Viertel sehr viele Stolpersteine verlegt, um an die Mitbürger zu erinnern, die durch die Nationalsozialisten enteignet, vertrieben und ermordet wurden. Im Belgischen Viertel wohnten viele Juden, darunter Ärzte, Professoren, Rechtsanwälte, städtische Beamte.

1938 verhaftete die Kölner Gestapo ca. 800 jüdische Männer. Synagogen, Geschäfte und Wohnungen werden geplündert und zerstört. Zwischen 1941 und 1944 wurden über 8000 jüdische Menschen vom Bahnhof Deutz-Tief „nach dem Osten“ transportiert und dort umgebracht.

Auch am Freitag, 2. August 2019.

Kosten: 10 € / 7,50€ für KölnPass Inhaber

Hintergrund: Urlaub in Köln 2019

Kunst im Öffentlichen Raum ist in diesem Jahr unser Schwerpunkt. Über 400 Werke von bedeutenden Künstlern schmücken Plätze, Hausfassaden, Parks und Brunnen. Wir laufen an ihnen vorbei und wissen oft nicht, wer das Kunstwerk erschaffen hat und warum es dort steht?

Der Künstler Günter Demnig hat mittlerweile über 2200 Stolpersteine in Köln verlegt, die an das Verschwinden und die Ermordung von jüdischen Mitbürgern und anderen Verfolgten durch die Nationalsozialisten erinnern. Über 70.000 Stolpersteine wurden nicht nur in Deutschland, sondern auch in 23 weiteren europäischen Ländern verlegt. Die Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Wir haben fünf Touren zusammengestellt, bei denen wir von Menschen erzählen, für die Gunter Demnig Stolpersteine gesetzt hat.

Köln ist gesegnet mit wunderschönen Kirchen. Nicht nur aus dem Mittelalter. Aus der Feder der Architektenfamilie Böhm stammen seit fast 100 Jahren bemerkenswerte Sakralbauten. Eine Radtour führt vom Riehler Gürtel, wo Dominikus Böhm Sankt Engelbert gebaut hat, dann zu Sankt Gertrud und Madonna in den Trümmern von Sohn Gottfried, der im Januar 99 Jahre alt geworden ist. Auf dem Weg zu Christi Auferstehung passieren wir die Moschee, die von Paul Böhm entworfen wurde.

Die erfolgreichen Angebote vom vergangenen Jahr, die Heidewitzka Hafenrundfahrten, Exkursionen in das wilde Köln, Rafting auf dem Rhein sowie Kunst mit Hund stehen weiterhin auf dem Programm.

Wann: 19. Juli bis 4. August 2019

Weitere Infos auf der Webseite www.urlaubinkoeln.de

Treffpunkt:

Brüsseler Platz, Haupteingang Sankt Michael mit Recha Allgaier

Tags: Belgisches Viertel